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Filmscanner

Auf dieser Seite sind zusammengefasst meine persönlichen Erfahrungen mit Filmscannern die in meinem Besitz waren oder sind.

Die Auflösungen der Scanner sind nicht von mir gemessen, dienen aber zur Abschätzung welcher Scanner wie viel auflöst im Vergleich zu einem anderen Modell. Für die Bildqualität ist nicht nur die Auflösung verantwortlich. Manche Scanner bringen ohne weitere Nacharbeit bessere Ergebnisse als andere. (Scanqualität out of Scan) Wenn nachbearbeitet wird, kann die Auflösung am Ende doch der einzig entscheidende Punkt sein. Ein weiterer Punkt sind die Dichtewerte, Durchzeichnung der Lichter und Schatten ,wie viele LW dargestellt werden können.
Manche Scanner kommen mit Dia, CN oder BW Material besser zurecht als andere. Den Komfort einer Kratzerentfernung wie ICE bieten auch nicht alle Scanner. Canon hat FARE  Level III, besser als nichts, jedoch nicht ganz so gut wie ICE.

Abseits der Bildergebnisse gibt es noch weitere Aspekte wie die Dateigröße. Vor allem Flachbettscanner erschaffen unendlich große Dateien bei nicht überzeugender Bildqualität. Weitere Punkte sind Handling mit den Filmhaltern, Filmeinlegen, Automatischer Filmeinzug, Filmtransport, Geräuschentwicklung beim Scannen, Geschwindigkeit des Scan Vorgangs.

Ich gliedere die Scanner in ein Punktesystem wie ich sie persönlich einordne. Dazu verwende ich Zahlen von 1 bis 10. Wobei 1 schlecht ist und 10 sehr gut. Da ich nicht alle Geräte gleichzeitig besaß, sind es oft Einschätzung der Vergangenheit die ich niederschreibe. Wenn mir dazu Garnichts mehr dienliches einfällt, lasse ich das Feld leer. Dadurch kann jeder etwas mehr Transparenz und Gewichtigkeit nach seinen persönlichen Bedürfnissen erkennen. Bei den Dateigrößen sind kleine werte schlecht, das bedeutet das riesige Dateigrößen erzeugt werden.

Ich betreibe die Scanner mit Vuescan Professional seit ca. 15 Jahren. Die mitgelieferte Software war jedoch auf teilweise genau so gut. Erfahrungen mit Silverfast liegen auch vor, durchaus Positiv, Vuescan kann dies in der Regel aber genau so gut und ist dabei preiswerter und läuft mit fast allen Scannern am Markt, auch wenn die Treiber bei neuen Betriebssystemen nicht mehr laufen sollten. Infos dazu gibt es direkt bei Vuescan. Zum Scannen gibt es auch Bücher zu kaufen. Dies stellt eine Erleichterung beim Einstieg in die Hybrid Fotografie dar. Zum Beispiel das Buch von Josef Stark, Dias und Negative scannen, mit Vuescan zu schönen Digitalfotos. Diese Buch richtet sich aber an Einsteiger und nicht an (Semi)Profis die schon ausreichend Erfahrung haben.

Abschließend möchte möchte ich noch hinzu fügen das jede Software und jeder Scanner im Umgang Eingewöhnungszeit erfordert.

Oft lassen sich durch den Faktor Zeit viel bessere Ergebnisse erzielen als erwartet. Wenn dieser Workflow dann bekannt ist und steht, kann ein vermeidlich "schlechter"  Scanner gute Bildergebisse erzielen. Wenn ein Scanner aber nur zum Digitalisieren einer alten Film oder Diasammlung angeschafft wird, ist es meist von Interesse direkt, das heißt ohne Nachbearbeitung sehr gute Ergebnisse zu erhalten. Hier spielen auch Punkte wie Handling, Scangeschwindigkeit und Dateigröße eine wichtigere Rolle als bei jemanden der die Hybridfotografie noch aktiv betreibt aus Leidenschaft und Überzeugung wie ich es ebenfalls tue. Wenn dies der Fall ist, beschäftigt man sich gerne mit seinem Hobby, eine Nachbearbeitung oder eine längere Scanzeit sowie der Fehlende automatische Einzug kann verschmerzt werden.

Die aufgeführten Flachbettscanner sind nur bei Filmmaterial über dem Kleinbildformat interessant. Die Bildqualität ist manchmal akzeptabel wenn man nur für die Internetdarstellung, Ausdrucke fürs Album in kleine Größen vornimmt. Diese Scanner im Bereich Epson V500 / V 600 und Canon 8800/9000 haben durchaus ihre Berechtigung. Sie sind universell, können auch Aufsichtsvorlagen scannen, liefern Ergebnisse mit denen man unter Umständen völlig zufrieden ist und sie sind zudem Neu erhältlich mit Garantie.

Wenn man jedoch nur Kleinbild Material scannt, ist ein Filmscanner ratsam. Hier sollte man sich ruhig auf dem Gebrauchtmarkt umschauen. Filmscanner von Polaroid oder Mediax sind nicht bekannt, aber noch fast jedem Flachbettscanner überlegen. Als Beispiel sei hier ein Mediax Silverscan erwähnt. Oft um 25 Euro inklusive Versand erhält man einen Filmscanner der eine sehr gute Gesamtperfomance bietet und fast jeden Flachbettscanner übertrifft.   Die Treiberproblematik sollte dabei beachtet werden. Vuescan hilft hier oft oder aber ein Rechner mit älterem Betriebssystem. Fragen welche Schnittstellen der Scanner bietet, welche Betriebssysteme unterstützt werden, sind hier nicht erwähnt.

Meine Hard & Software Stand (10/2015):

  • PC:  HP mit I5, 12GB RAM, 16GB SSD, 1TB HDD, 6GB Grafik
  • Mac BookPro 13" (2013)
  • Aktuelle Scanner:  Epson V800;  Plustek 8200i mit Vuescan Pro
  • Ausgangsmaterial ist CN und selbst entwickeltes BW Film Material von KB SLR bis Mittelformat 6x8

Punkte meiner Einschätzung:

  1. Auflösung
  2. Scanqualität out of Scan
  3. Erreichbare Bildqualität mit Nachbearbeitung
  4. Bildqualität bei CN
  5. Bildqualität bei BW
  6. Scangeschwindigkeit
  7. Geräuschentwicklung
  8. ICE / FARE III
  9. Dateigrößen
  10. Bedienung des Gerätes / Komfortaspekt





* Aktuell (2016) scanne ich mit Epson V 800 und Plustek 8200i.
Den Epson V800 ordne ich als meinen bisher besten Flachbettscanner ein. Seine Auflösung liegt fast auf Filmscannerniveau. Die Bildqualität ist sehr gut. Man kann selbst bei Kleinbildfilmen eine wirklich sehr gute Qualtität erreichen. Für Mittelfomatfilme ist er sehr zu empfehlen. Die sehr großen Dateigrößen quälen jedoch manchen Rechner und Anwender.
Der Plustek 8200i hat mich sehr überrascht. Seine Pluspunkte sind die gute Verarbeitung, die sehr gute Bildqualität welche ich in Höhe eines Nikon Coolscan III /IV einordne. Er ist ausserdem sehr leise. Weniger gut sind die Scangeschwindigkeit sowie die eigentlich sehr guten Filmhalter welche aber keine Klemmung aufweisen und somit zum Geduldspiel beim einlegen der Filme ausarten. Hier versuche ich Abhilfe zu schaffen indem ich einen Filmstreifen mit Klebeband in der Mitte einbringe. Darunter führe und klemme ich den Negativstreifen im mittleren Bereich. Die Dateigrößen sind ebenfalls unnötig groß was derzeit aber bei fast allen Scannern am Mark anzutreffen ist. Dies kann man aber nur indirekt mit den guten alten Nikon Filmscanner vergleichen. Damals waren die Rechner noch langsamer und auch die Speicher kleiner. Trotzdem waren meines Erachtens nach die Nikon Filmscanner die Besten. 

Eine gut gemachte Seite für Filmentwicklungszeiten:  www.pirate-photo.fr/tablesdev/index.php









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